Früh Handeln - Kosten senken. Wie öffentliche Verwaltungen der Demographiefalle entgehen können. Beitrag in Zeitung: Berliner Behörden Spiegel, Jg. 23, Nr. 2, S. 10, Autoren: Lars Weber & Doreen Schwarz, ISSN 1437-8353, 2007
Aus bisherigen Studien sind drei Haupterkenntnisse festzuhalten:
Erstens die altersgruppenspezifischen Ausstiege sind die treibende Größe bei Altersstrukturprognosen. Ohne deren Betrachtung sind viele statische Modellrechnungen fehlerhaft und nicht aussagekräftig. Der entstehende und mit dem Prognosezeitraum anwachsende Prognosefehler führt dazu, dass der demografische Wandel im Unternehmen unterschätzt wird.
Zweitens ein frühzeitiges und kontinuierliches Handels kann die Kosten und den Aufwand zur Bewältigung des demografischen Wandels um ein Vielfaches senken. Mit kurzfristigen Anpassungsmaßnahmen besteht kaum eine Chance, diesen Wandel zu Gunsten der betreffenden Institution ausfallen zu lassen.
Drittens sind dynamische Personalbestandssimulationen um spezifische Strukturen wie die Unterscheidung nach Geschäftsbereichen oder Qualifikationsniveaus erweiterbar. Dies hilft Führungskräften, Zusammenhänge realitätsnah und individuell zu modellieren und – das ist das Wesentliche – verschiedene Strategien und deren Konsequenzen virtuell zu testen.





